Anders als herkömmlicher Dieselkraftstoff wird Biodiesel nicht aus Rohöl, sondern aus Pflanzenölen, zum Beispiel Rapsöl, hergestellt. Deshalb handelt es sich bei Biodiesel um einen erneuerbaren Energieträger bzw. einen alternativen Kraftstoff. Im Gegensatz zu reinen Pflanzenölen besitzt der umgeesterte Biodiesel eine niedrigere Viskosität, so dass er als Dieselkraftstoffersatz genutzt werden kann.

Biodiesel ist umweltfreundlicher als konventioneller Diesel, da er nur als schwach Wasser gefährdend eingestuft wird, schwefelarm ist und über eine bessere CO2-Bilanz verfügt. Zudem entstehen bei der Herstellung dieses Kraftstoffs keine Abfallprodukte, denn sämtliche Nebenprodukte können weiterverarbeitet werden. Durch die Verwendung von Biodiesel kann die Ruß-Emission erheblich gesenkt werden, allerdings ist der Gehalt an schädlichen Partikeln ähnlich hoch wie beim Mineralöl-Diesel.

Beim Fahren mit Biodiesel gilt es einiges zu beachten. Bei einigen Autos können durch den Kraftstoff Dichtungen und Schläuche im System angegriffen werden, wenn sie nicht resistent gegen Biodiesel sind. Die vorherige Nachfrage beim Fahrzeughersteller, ob das Auto für Biodiesel freigegeben ist, empfiehlt sich. Nach den ersten drei Tankfüllungen muss der Kraftstofffilter gewechselt werden, denn Biodiesel verhält sich wie ein Lösungsmittel und löst alte Ablagerungen in den Leitungen und im Tank, so dass dadurch der Filter verstopft werden kann. Derzeit wirkt sich bei der Nutzung noch nachteilig aus, dass die Produktion von Biodiesel vergleichsweise aufwändig ist.